„Vereine sollen höhere Steuern zahlen"
Die Absurdität liegt vor allem in dem gewaltigen Missverhältnis zwischen bürokratischem Aufwand und dem tatsächlichen Ertrag für den Staat.
Selbst wenn gemeinnützige Vereine nicht direkt betroffen sind, trifft die geplante Absenkung des Freibetrags von 5.000 Euro auf 1.000 Euro sowie die Umwandlung in eine Freigrenze tausende kleine, oft ehrenamtlich geführte Verbände und Zusammenschlüsse. Bei einer Freigrenze führt bereits ein einziger Euro über den 1.000 Euro dazu, dass der gesamte Betrag rückwirkend voll versteuert werden muss.
Das erfordert eine penible, professionelle Buchhaltung, für die in vielen Vereinen schlichtweg die Ressourcen und das Fachwissen fehlen. Der bürokratische Kontrollaufwand in den Finanzämtern und bei den Vereinsvorständen steht in keinem vernünftigen Verhältnis zu den geschätzten 45 Millionen Euro an Steuermehreinnahmen. Für den Bundeshaushalt ist das ein verschwindend geringer Betrag, während er für das Ehrenamt und die Vereinskultur einen massiven Hürdenlauf bedeutet.
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