„Es ist ein extremes Wetter, wir wissen das, und eine Chefsache wird das Wetter nicht ändern."
Das ist absurd, weil dieses Argument absichtlich den Unterschied zwischen „Wetter“ und „Katastrophenschutz“ verdreht.
Der Grund für die Absurdität:
Niemand erwartet vom Bundeskanzler, dass er sich wie ein Wettergott in den Himmel stellt und die Sonne wegpustet. Wenn Menschen fordern, dass ein extremes Wetterereignis wie eine historische Hitzewelle zur Chefsache wird, geht es nicht um Meteorologie. Es geht um Politik, Schutz und Geld.
Es geht darum, Krankenhäuser zu unterstützen, Städte mit mehr Grün abzukühlen, Rettungsdienste zu koordinieren und vor allem die Finanzierung für den Hitzeschutz im Bund gesetzlich zu sichern. Das ist eine reine Management- und Führungsaufgabe.
Die Aussage tut so, als wäre die Forderung nach politischer Hilfe einfach nur ein naiver Wunsch nach Regen. Das ist, als ob bei einem schweren Hochwasser der Regierungschef sagt: „Ich komme nicht vorbei, weil ich den Regen durch meine Anwesenheit auch nicht stoppen kann.“ Es ist eine billige Ausrede, um sich vor der Verantwortung und der Koordination im Katastrophenschutz zu drücken.