„Reiche will Mehrwertsteuer auf Sprit senken"
Der Hauptgrund, warum dieser Vorschlag absurd ist, liegt im sogenannten Gießkannenprinzip und dem Mitnahmeeffekt für Konzerne.
Wenn der Staat die Mehrwertsteuer auf Sprit pauschal von 19 auf sieben Prozent senkt, entlastet das vor allem diejenigen, die ohnehin viel Geld haben und große Autos fahren. Wer viel tankt, spart am meisten. Menschen mit kleinem Einkommen, die vielleicht gar kein Auto besitzen oder kleine Strecken fahren, haben fast gar nichts davon. Es ist also eine sehr ungleiche Hilfe, die den Staat Milliarden an Steuergeldern kostet.
Dazu kommt die Erfahrung: Es gibt keine Garantie, dass die Mineralölkonzerne diese Steuersenkung überhaupt komplett an die Kunden weitergeben. Oft versickert ein großer Teil eines solchen Rabatts direkt in den Gewinnen der Raffinerien und Konzerne, anstatt den Menschen an der Zapfsäule wirklich zu helfen. Man verzichtet also auf staatliche Einnahmen, setzt falsche Signale beim Klimaschutz und füllt am Ende womöglich nur die Kassen der Ölindustrie.